Folgen

Probleme durch Verzögerung (Lag) und Verbindungsunterbrechungen

Verzögerungen (Lag) oder Verbindungsunterbrechungen können bei jedem Onlinespiel auftreten. Bei Verzögerungen (Lag) kann das Problem verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel unzureichende Systemressourcen, Hintergrundprogramme im Konflikt mit dem Spiel-Clientprogramm oder gar Netzwerkprobleme innerhalb oder außerhalb deines persönlichen Netzwerks. Aufgrund dieser Tatsache ist es oft schwierig, ohne aufwendige Analysen das genaue Problem zu lokalisieren. Verbindungsprobleme hingegen sind fast immer ein Nebeneffekt von Verzögerungs-Störungen, und häufig ist für beides die gleiche Ursache verantwortlich.

Es folgt eine Liste mit Vorschlägen, wie Verzögerungs- und Verbindungsprobleme beim Spielen von RIFT™ gegebenenfalls minimiert werden können.

Bevor du irgendwelche anderen Maßnahmen ergreifst, solltest du sicherstellen, dass dein System die Mindestanforderungen für RIFT™ erfüllt.

Und falls dein System den Mindestanforderungen nur knapp entspricht, ist es durchaus möglich, dass die Grafikeinstellungen im Spiel zu hoch angesetzt sind. Passe bitte das Spiel den mittleren oder minimalen Einstellungen entsprechend an.

Wichtig ist, immer darauf zu achten, dass das Betriebssystem und alle Treiber auf dem neuesten Stand sind. Du kannst das Windows-Update-Hilfsprogramm ausführen, das im Startmenü zu finden ist, und alle vorgeschlagenen "wichtigen" Updates installieren, um deine Windows-Version zu aktualisieren. Sieh dir aber auch die "optionalen" Updates an, ob vielleicht eine aktuellere Version von DirectX zur Verfügung steht, die installiert werden kann. 

Manchmal werden Verzögerungen (Lag) dadurch verursacht, dass zu viele Systemressourcen durch andere, im Hintergrund laufende Anwendungen und Programme beansprucht werden, die neben dem Spiel geöffnet sind. Der Begriff "Systemressourcen" bezieht sich dabei auf Größen wie den verfügbaren Arbeitsspeicher oder die Prozessorauslastung. Wir empfehlen daher, alle offenen Anwendungen zu schließen, bevor das Spiel gestartet wird. Eine Übersicht der beanspruchten Systemressourcen erhältst du, wenn du den Windows-Taskmanager öffnest. Den Windows-Taskmanager kannst du öffnen, indem du die Tasten STRG+ALT+ENTF gleichzeitig drückst. Je nach der Windows-Version, über die du verfügst, gelangst du daraufhin entweder direkt in den Taskmanager, oder ein Menü wird eingeblendet, in dem der Taskmanager als Option ausgewählt werden kann. Klicke im Fenster des Taskmanagers auf das Register "Leistung": Dort erhältst du eine Übersicht über die Prozessorauslastung deines Systems und die Gesamtauslastung des Arbeitsspeichers. Sollte die Prozessorauslastung dauerhaft oberhalb von 50 % angesiedelt oder nur wenig Arbeitsspeicher verfügbar sein, deutet das darauf hin, dass du Ressourcen freisetzen solltest, bevor du zu spielen beginnst.

Eine gute Methode, Systemressourcen freizusetzen, besteht darin, alle nicht wesentlichen AutoStart-Dienste zu deaktivieren, die im Hintergrund laufen. So verhinderst du auch, dass irgendwelche Programme im Hintergrund den Spielablauf stören. Die beste Methode, dieses Ziel zu erreichen, bietet das Hilfsprogramm zur Systemkonfiguration. Um es auszuführen, drückst du als Erstes gleichzeitig die Windows- und die R-Taste. Ein Fenster erscheint. Trage dort ins Eingabefeld "msconfig" (ohne die Anführungszeichen) ein und bestätige mit einem Klick auf "OK". Klicke im Fenster der Systemkonfiguration auf das Register "Systemstart". Klicke dort erst auf die Schaltfläche "Alle deaktivieren" und anschließend auf das Register "Dienste". Klicke auf das Kontrollkästchen "Alle Microsoft-Dienste ausblenden"; damit werden alle Microsoft-Dienste aus der Dienste-Liste entfernt. Klicke dann auf die Schaltfläche "Alle deaktivieren" und anschließend auf "OK". Daraufhin wirst du aufgefordert, deinen Computer neu zu starten, was du auch tun solltest, bevor du weitermachst.

Eine weitere gute Methode zur Optimierung deiner Systemleistung besteht darin, die Größe der Auslagerungsdatei deines Systems auf eine feste Größe einzustellen. Standardmäßig kümmert sich Windows um die Größe deiner Systemauslagerungsdatei und setzt sie je nach Notwendigkeit dynamisch herauf oder herab. Das allerdings kann einen gegenteiligen Effekt auf die Systemleistung haben, wenn man eine ressourcenintensive Anwendung wie ein Spiel betreibt. Wenn du die Systemauslagerungsdatei von Hand auf eine bestimmte Größe einstellen möchtest, klickst du erst auf "Start" und anschließend auf "Arbeitsplatz" (Windows XP) bzw. "Computer" (Windows Vista/Windows 7). Ein Menü erscheint. Klicke dort auf "Eigenschaften". Daraufhin wird das Fenster "Systemeigenschaften" (Windows XP) bzw. "System" (Windows Vista/Windows 7) geöffnet. Durchlaufe die folgenden Schritte deiner jeweiligen Windows-Version entsprechend.

- Windows XP

  • Klicke auf das Register "Erweitert".
  • Klicke im Abschnitt "Systemleistung" auf die Schaltfläche "Einstellungen".
  • Klicke auf das Register "Erweitert".
  • Klicke unter "Virtueller Arbeitsspeicher" auf die Schaltfläche "Ändern".
  • Wähle die Option "Benutzerdefinierte Größe:" aus.
  • Stell die "Anfangsgröße (MB):" auf das 1,5-Fache der Größe deines Gesamtarbeitsspeichers ein.
  • Stell die "Maximale Größe (MB):" auf das 2-Fache der Größe deines Gesamtarbeitsspeichers ein.
  • Klicke auf die Schaltfläche "Festlegen".
  • Klicke auf "OK". Daraufhin wirst du aufgefordert, deinen Computer neu zu starten.

- Windows Vista und Windows 7

  • Klicke auf "Erweiterte Systemeinstellungen".
  • Klicke auf das Register "Erweitert".
  • Klicke auf die Schaltfläche "Leistung"/"Einstellungen...".
  • Klicke im Fenster "Leistungsoptionen" auf das Register "Erweitert".
  • Klicke unter "Virtueller Arbeitsspeicher" auf die Schaltfläche "Ändern".
  • Deaktiviere das Kontrollkästchen neben "Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten".
  • Wähle die Option "Benutzerdefinierte Größe:" aus.
  • Stell die "Anfangsgröße (MB):" auf das 1,5-Fache der Größe deines Gesamtarbeitsspeichers ein.
  • Stell die "Maximale Größe (MB):" auf das 2-Fache der Größe deines Gesamtarbeitsspeichers ein.
  • Klicke auf die Schaltfläche "Festlegen".
  • Klicke auf "OK". Daraufhin wirst du aufgefordert, deinen Computer neu zu starten.

Hier ein Beispiel, auf welche Größe du deine Auslagerungsdatei einstellen solltest: Wenn dein System über Gesamtarbeitsspeicher im Umfang von 2 GB verfügt, solltest du die Anfangsgröße auf 3 GB (3072 MB) und die maximale Größe auf 4 GB (4096 MB) einstellen. Falls die Festplatte deines Systems zu mehr als 75 % gefüllt ist, solltest du die Auslagerungsdatei deines Systems deaktivieren und deine Festplatte defragmentieren, bevor du die Einstellung auf einen benutzerdefinierten Wert vornimmst.

Eine weitere gute Methode zur Optimierung deiner Systemleistung besteht darin, eine vollständige "Malware"-Prüfung deines Systems vornehmen zu lassen. Lies bitte den Beitrag "Tipps zum Erkennen und Entfernen von Malware", in dem Verfahren empfohlen werden, die diesen Zweck erfüllen.

Falls nach Befolgung der vorausgehenden Anleitungen immer noch extreme Verzögerungen oder Verbindungsverluste auftreten, könnte dein internes Netzwerk die Ursache des Problems sein. Falls dein System über einen Router zwischen deinem Computer und dem Kabel- bzw. DSL-Modem mit dem Internet verbunden ist, solltest du ausprobieren, was passiert, wenn du deinen Computer vom Router trennst und dein System direkt an das Modem anschließt. Zwar sollten keine Konfigurationsänderungen notwendig werden, wenn dein System direkt mit einem Kabelmodem verbunden wird, aber unter Umständen musst du auf deinem System ein PPPoE-Clientprogramm einrichten, wenn du es mit einem DSL-Modem verbinden willst. Bitte wende dich mit der Bitte um spezielle Anleitungen zur Einrichtung eines PPPoE-Clientprogramms oder für andere gegebenenfalls notwendige Konfigurationsänderungen an deinen Internetanbieter. Lies bitte auch unseren 'Knowledge Base"-Beitrag "Den Router abkoppeln", in dem du genauere Informationen zu diesem Problemlösungsschritt bekommst.

Sollte es dein Problem lösen, wenn du dein System direkt mit einem Kabel- oder DSL-Modem verbindest, oder wenn du ein vom Internetanbieter bereitgestelltes Hybrid-Gerät Router/Modem verwendest, musst du unter Umständen die Firmware des Routers aktualisieren. Es folgt eine Liste populärer Router-Hersteller samt Links zu ihren jeweiligen Websites:

Im Fall von Router/Modem-Hybrid-Geräten musst du unter Umständen deinen Internetanbieter um eine Anleitung bitten, wie du an aktuellste Firmware für dein Gerät kommst.

Falls dein System drahtlos mit deinem Router verbunden ist, solltest du eine Verbindung per Ethernet-Kabel mit deinem Router oder Modem ausprobieren, um herauszufinden, ob das irgendeinen Einfluss auf das Problem hat. Wenn du so vorgehst, achte bitte darauf, dass du die drahtlose Verbindung deines Systems für diese Zeit wirklich deaktivierst, damit auf jeden Fall nur die Kabelverbindung benutzt wird. Sollte das Problem per Kabelverbindung gemildert werden oder gar nicht mehr auftreten, ist höchstwahrscheinlich deine drahtlose Verbindung fehlerhaft. Versuche das Problem zu lösen, indem du deinen Computer näher zum drahtlosen Zugriffspunkt aufstellst, und achte darauf, dass sich sowohl Computer als auch Zugriffspunkt nicht in der Nähe irgendwelcher anderer Drahtlosgeräte wie schnurlosen Telefonen befinden.

Außerdem musst du unter Umständen die Drahtlosnetzwerktreiber deines Systems aktualisieren. Falls dein System mit einem USB-Drahtlosadapter oder dem integrierten Adapter eines Drittanbieters arbeitet, der separat installiert wurde, musst du die aktualisierten Treiber von der Website des Drahtlosadapter-Herstellers herunterladen. Die meisten verbreiteten PCI- oder USB-Drahtlosadapter werden von denselben Firmen hergestellt, die weiter oben als Router-Hersteller aufgeführt sind. Falls dein System mit einem integrierten Drahtlosadapter ausgeliefert wurde, musst du die aktualisierten Treiber von der Website des Herstellers deines Systems herunterladen.